Sicherheit, Verantwortung und klare Interessen – Rückblick auf den Besuch von Boris Pistorius in Bamberg

Der Besuch von Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius in Bamberg war für mich ein wichtiger und intensiver Abend. In der voll besetzten Konzert- und Kongresshalle haben wir gemeinsam über ein Thema diskutiert, das aktueller kaum sein könnte: Sicherheit in Europa, in Deutschland – und ganz konkret auch bei uns vor Ort in Bamberg.

Ich durfte die Veranstaltung moderieren und neben Boris Pistorius auch den finnischen Botschafter Kai Sauer sowie unseren Bundestagsabgeordneten Andreas Schwarz begrüßen. Die große Resonanz hat gezeigt: Viele Menschen beschäftigen sich mit den sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit – und wollen darüber offen diskutieren.

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v.l.n.r.: MdB Andreas Schwarz, finnischer Botschafter Kai Sauer, Verteidigungsminister Boris Pistorius, Sebastian Niedermaier

Sicherheit ist Voraussetzung für alles andere

Boris Pistorius hat in seinem Beitrag sehr deutlich gemacht, wie ernst die sicherheitspolitische Lage ist. Machtverschiebungen, der Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine, hybride Bedrohungen wie Cyberangriffe und Desinformation – all das betrifft uns unmittelbar. Seine zentrale Botschaft war klar: Ohne Sicherheit ist alles nichts.

Auch der Blick nach Finnland war eindrucksvoll. Kai Sauer hat geschildert, wie sich sein Land in den vergangenen Jahren verändert hat – weg vom reinen „Soft-Power“-Image hin zu Wehrhaftigkeit, Resilienz und einem breiten gesellschaftlichen Rückhalt für Sicherheit und Verteidigung. Diese Perspektive war eine wertvolle Ergänzung der Diskussion.

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Bamberg und das Muna-Gelände: Unsere Interessen klar benannt

Für mich war an diesem Abend aber auch wichtig, die konkreten Interessen der Stadt Bamberg deutlich zu machen. Hintergrund ist die Diskussion um den möglichen Ausbau von Bundeswehrstandorten – und die Tatsache, dass auch das Muna-Gelände bundesweit zu den Flächen gehört, die dabei in Betracht gezogen werden.

Ich habe Bundesverteidigungsminister Pistorius einen Brief der Bamberger SPD überreicht. Darin haben wir klar formuliert, warum Bamberg ein herausragendes Interesse daran hat, dass das Muna-Gelände als geplante Gewerbefläche erhalten bleibt. Es handelt sich um rund 20 Hektar, die bereits in einem laufenden Bebauungsplanverfahren gesichert sind.

Bamberg leidet seit Jahrzehnten unter einem Mangel an Gewerbeflächen. Die Nachfrage ist groß, das Angebot zu klein. Wenn wir Arbeitsplätze sichern und neue schaffen wollen, brauchen wir diese Flächen dringend.

Gleichzeitig habe ich alternative Lösungen angesprochen – etwa die Nutzung freiwerdender Flächen der Bundespolizei in Bamberg-Ost. Mir geht es nicht um ein Entweder-oder, sondern um pragmatische Lösungen, die Sicherheit, wirtschaftliche Entwicklung und kommunale Interessen miteinander verbinden.

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Dialog auf Augenhöhe – auch bei schwierigen Themen

In der anschließenden Fragerunde wurde deutlich, wie groß der Informationsbedarf ist: von der Verteidigungsfähigkeit Europas über die Rolle der NATO bis hin zur Frage, wie junge Menschen für Sicherheits- und Verteidigungsthemen gewonnen werden können.

Meine Antwort darauf ist klar: mit Vertrauen, Transparenz und einer Haltung auf Augenhöhe. Demokratie, Sicherheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt lassen sich nicht verordnen – sie müssen erklärt, gelebt und immer wieder neu vermittelt werden.

Ein Abend mit klaren Signalen

Auch wenn für eine vertiefte Diskussion zum Muna-Gelände an diesem Abend die Zeit nicht mehr gereicht hat, war der Besuch von Boris Pistorius ein starkes Signal: für den offenen Austausch, für ernsthafte Debatten – und dafür, dass Bamberg seine Interessen selbstbewusst vertritt.

Ich nehme aus diesem Abend viele Impulse mit. Für die weitere Diskussion um Sicherheit. Und für meine Arbeit für Bamberg.

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